Hallo ihr Süßkinder,

Ich habe es geschafft! Ich habe es tatsächlich geschafft und bin zurück im Leben. Von meinem Herzen ist ein Stein, von der Größe eines Felsbrocken gefallen, als ich am Donnerstag die drei dicken Exemplare meiner Masterarbeit abgeben durfte.

Die letzten Wochen waren echt ganz schön hart – jeden Tag arbeiten, während zur Zeit auch im Büro ziemlich viel Alarm herrscht und anschließend den restlichen Tag bis spät in den Abend an der Masterarbeit sitzen. Das saugt richtig viel Energie.
Es gab auf dem ganzen Weg zur Masterarbeit Hoch und Tiefs – aber nie habe ich es bereut, dass ich das Projekt auf mich genommen habe. 

Bei mir war der Punkt endlich das Ding vom Tisch haben zu wollen, nicht dass ich die Arbeit nicht mehr sehen konnte. Vielmehr ging es ja darum dem BAföG-Desaster so gut es geht zu entgehen.

Eigentlich wollte ich mir genug Zeit lassen, um eine saubere Leistung abzulegen – nun ist es so, ich denke und hoffe, dass ich dennoch das Maximum rausgeholt habe.
Ich bin selbst überrascht, dass ich innerhalb einer Woche so über fünfzig Seiten zustande bekomme habe.

So viele Stunden reine Denkarbeit und auf den Bildschirm starren, gehen wirklich an die Nerven. Was noch dazu kommt, ist die fehlende Bewegung – was meinem körperlichen und geistigen Wohlbefinden natürlich nicht zu Gute kommt.

Aber jetzt bin ich froh, dass es vorbei ist. Auch, dass mich die Arbeit nun nicht mehr bis Ende September vom Schreibtisch aus mahnend anlacht.

Ich gebe zu ich hatte viel Angst, es nicht zu schaffen. Nicht etwa wegen dem Schreiben, denn das lief mehr als flüssig. Aber die Feinarbeit zum Schluss kostet noch einmal viel Zeit und Geduld, die mir leider nicht so liegt.

Und da ist das gute Stück – 116 Seiten geballte Kraft.

Auf jeden Fall habe ich die Lust am Schreiben nicht verloren, auch das Thema war perfekt gewählt. Es ist noch immer etwas wofür ich brenne – Menschen im Allgemeinen und Menschen verstehen. Mit meinem Soziologiestudium habe ich gelernt ganz andere Blickwinkel zu nutzen, um die Welt zu betrachten.

Einige mag das Thema vielleicht abschrecken – aber ich habe in meiner Masterarbeit, die Authentizität von Serienkillern in Serien untersucht.

Und wenn man sich so mit den Menschen und deren inneren Gedankenwelt befasst, dann lernt man wirklich das Schubladendenken aufzugeben.

Und nun darf ich mich hoffentlich bald Master of Arts der Medien – und Kommunikationswissenschaften nennen. Drückt die Daumen, dass ich olle Streberin auch dieses mal mit einem sehr gut bestehe. Ja, ich weiß niemanden interessiert später mal die Endnote, mich aber schon. 

Aber nun klopft das Leben an meine Tür und wisst ihr wer davor steht? Mein erster richtiger Urlaub im neuen Job und den brauche ich jetzt dringend.

Vor mir steht schon der Koffer, die letzten Sachen müssen gleich noch eingepackt werden. Der Ordnungsfanatiker in mir, hat die Liste schon feinsäuberlich abgehakt und das fehlende Equipment dick und fett markiert.

Ach ja Listen schreiben – wenn dich kleine Dinge glücklich machen. 

Mit am Start die Kamera – was sonst! Auf keinen Fall fehlen dürfen: Schöne Outfits – passend zur Location versteht sich. Badesachen – immerhin geht es in die Sonne und es wird heiß. 

Und das Beste: Herr K. kommt mit und wir erkunden zusammen völlig unbekannte Orte.
Und nein Herr K. Sitzt im Flieger neben mir und wird natürlich nicht in den Koffer gesteckt.

Ihr könnt euch keine Vorstellung machen, wie sehr ich mich jetzt auf die nächsten Tage freue und wie sehr ich das jetzt brauche.

Für uns geht es heute nach Marrakech in Marokko – ich bin so gespannt auf dieses Land, die Eindrücke und die Menschen. Nach unserer Reise gibt es dann natürlich die geballte Ladung „1001 Nacht“.

Sonnige Grüße,
Eure Anni

One Reply to “Zurück im Leben”

  1. Liebe Anni,

    ich bin froh zu hören, dass Du es geschafft hast 🙂 Und natürlich drücke ich Dir für eine gute Note die Daumen!
    Aber jetzt genieße erst einmal Deinen verdienten Urlaub!!! Ich bin so gespannt, was Du danach über Deine Erfahrungen und Eindrücke berichtest.

    Erhole Dich und ganz liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

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