Alles neu macht der Mai – nicht nur in der Natur,

auch im Leben.

Es gab viel zu tun, auf Arbeit, in meinen Beziehungen, in meinem Innersten.

Im Mai habe ich…

…gehört: … einen sehr interessanten Podcast zum Thema emotionale Abhängigkeit von Lina Mallon. Daraus habe ich viele wichtige Punkte für mich mitgenommen, die mir dabei helfen, mich wieder auf mich und meine Wünsche zu fokussieren.
In kaum einer Beziehung – ob nun in Paar- oder Freundesbeziehungen, habe ich gelernt, was eine normale Beziehung ausmacht. Ich habe vor allem für (falsche) Freunde gelebt, ihre Ziele verfolgt. Dabei sind meine Wünsche und oft auch die Gefühle auf der Strecke geblieben. Ich hatte Angst mich abzuwenden, hatte Angst alleine zu enden – habe mich aus Angst für die toxische Beziehung entschieden. Das hat viel mit mir und meinem Selbstbewusstsein gemacht.

… gedacht: Ich habe danach viel darüber nachgedacht was ich will und was ich nicht will. Wer ich sein will, für mich und natürlich auch für andere. Wir können nicht ohne andere Menschen – deshalb muss es einen gesunden Kompromiss geben. Aus dem was ich für mich will, was ich für meine Lieben will und was es für gemeinsame Ziele gibt. Ich habe aber vor allem darüber nachgedacht, wie ich mich selber wieder glücklich machen will und wie ich genau das umsetzen kann.

…gelesen: …in meinem Tagebuch und dabei ist mir aufgefallen, dass ich verlernt habe selbstbewusst zu sein. Dass ich vergessen habe, dass nur ich für mein Glück verantwortlich bin.

…gelernt: …dass ich niemanden dazu bringen kann, mich zu lieben, dass ich niemanden davon überzeugen kann, mich zu lieben – egal was ich opfere, egal wie sehr ich mich verbiege oder wie viel Liebe ich selbst zu geben habe. Und dass aufhören muss, genau das zu versuchen.

…gefühlt: Eifersucht. Eifersucht kann wirklich unangenehm sein – da malt man sich schlimme Horrorszenarien aus, die so realitätsfern sind wie so mancher Blockbuster. Eifersucht kann einengen – dich und deinen Partner. Und das ist wirklich kein schönes Gefühl. All das lässt mich nicht schlafen, nicht abschalten, es nimmt mir dir Luft zum Atmen – auch, wenn ich weiß, dass am Ende alles halb so schlimm ist.
Doch nicht immer muss Eifersucht giftig sein. Ein gesundes Maß kann zeigen: Du gehörst zu mir, aber du bist nicht selbstverständlich. Und es bedeutet auch: Wenn du jemanden liebst, kann es dir nicht egal sein, wo und mit wem sich dein Partner rumtreibt.

…getragen: …kurze Haare. Ich habe mich von meinen langen Haaren getrennt. Es scheint ein Phänomen unter Frauen zu sein, sich bei Veränderung oder nach einer Trennung eine neue Frisur zuzulegen. Es ist ein Statement, ein Neuanfang. Ich wollte schon lange einen Cut machen, vielleicht nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich.

…geändert: ,,,die Einstellung zu meinem Leben, meiner Zeit. Mit wem und wie ich sie sinnvoll nutze. Ich entscheide, ganz ohne die „Erlaubnis“ anderer. Oft habe ich Entscheidungen bewusst nicht getroffen, weil ich dachte ich würde andere damit verletzten – dabei waren es nur meine Gedanken und nicht etwa die ehrliche Meinung anderer, die mir einen Strich durch die Rechnung gemacht haben.
Selten habe ich genau das getan, was ich wollte – auch, wenn ich gekonnt hätte. Ich hatte immer Angst, dass ich andere mit meinen Entscheidungen verletze oder enttäusche. Ich habe immer zuerst daran gedacht, was für Konsequenzen meine Entscheidungen für andere nach sich ziehen.

…geschrieben: Tagebuch. Ich habe seit ewigen Zeiten wieder zu meinem Tagebuch gegriffen. Habe alles rausgelassen. Jeden Gedanken, mag er noch so absurd sein, noch so verrückt oder naiv. Ich habe geschrieben, weil ich genau dann brutal ehrlich sein kann, weil ich dann alles rauslassen kann, weil es mich befreit.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.