Hallo ihr Lieben,

der Alltag hat mich längst wieder – Wäsche waschen, Wohnung aufräumen, arbeiten gehen. So sieht es aktuell aus. Ich versuche derzeit die Erinnerungen an Marrakech und unser hübsches Riad Ifoulki zu konservieren – das funktioniert aber nur sehr langsam. Die Urlaubsstimmung hingegen verfliegt viel zu schnell.

Da wir viele Eindrücke gesammelt haben und mindestens dreimal so viele Bilder, könnte ich euch unendlich viel erzählen und zeigen. Heute starte ich deshalb erneut eine kleine Beitragsreihe zu unserem Marrakechurlaub.

Ich nehme euch also direkt mit und entführe euch ins wunderschöne Riad Ifoulki – bereits vor unserer Abreise durfte ich mich über eine sehr liebe Antwort auf meine E-Mail freuen, was natürlich die Freude und Spannung auf das was uns erwarten würde um einiges steigerte.

Das arabische Wort Riad meint „Garten mit Bäumen“. In  Marokko ist damit ein traditionelles städtisches Wohnhaus mit begrüntem Innenhof gemeint.

Hallo Marrakech

Nach einer über 12-stündigen Anreise nach Marrakech steigen wir in völliger Dunkelheit aus dem kleinen Reisebus aus – viel Zeit zum Umsehen bleibt nicht, die Straßenlaternen werfen zudem nur ein kleines Schimmerlicht auf die bröckeligen Fassaden und Straßen der Medina. Die Luft ist warm, es geht ein leichter Wind und es liegt ein schwerer Geruch aus Abgasen, Essen und abgestandener Luft über den Dächern der Stadt.

Unser Guide setzt sich in Bewegung, meine kurzen Stummelbeine kommen kaum hinterher, außerdem beunruhigt mich das laute Rattern meines Reisekoffers auf dem unebenen Grund der engen Gassen. Der Grund für den abenteuerlichen Fußmarsch, dem sich einige Jungen anschlossen um uns für ein bisschen Bares den Weg zu zeigen, sind die beklemmend engen Straßen, die schlichtweg zu eng für Autoverkehr sind.

Am Riad angekommen wächst die Spannung ins Unermessliche. Immerhin wissen wir über das „Hotel“ nur das was, teils sehr schlechte, Fotos und Bewertungen einschlägiger Portale zu bieten hatten. Unsere Erwartungen an ein Riad in Marrakech waren recht groß, so schwärmten Bekannte und natürlich auch einige Blogger über die althergebrachten Unterkünfte und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Riad Ifoulki – Das Paradies im alten Grossstadtrummel

Zurück zum Riad Ifoulki. Als sich die große, braune Holztür öffnet, blickt uns ein fröhliches Gesicht an und stellt sich als Mohammed vor. Nach einem kurzen Abschiedsgruß an unseren Guide, treten wir ein – in unser ganz persönliches Paradies.

Wir sind total erstaunt von der Liebe zum Detail, die uns auf den ersten müden Blick auffällt. Selbst in völliger Finsternis erstrahlt unser gar nicht mal so kleines Riad, wie sich später herausstellen soll, in vollem Glanz.
Überall hängen kleine hübsche Lampions, die alles in ein gemütliches Licht hüllen und direkt zum Verweilen einladen.
Kleine Tische und unzählige Sitzmöglichkeiten unter den herrlichen Pflanzen- und Blumenarrangements schreien förmlich nach lauen Sommernächten im Lichtermeer.

1001 Nacht – Wenn Märchen wahr werden

Nach den ersten Schritten in unserem Stadtgarten sehen wir endlich unser Zimmer. Wir sind direkt verliebt in die wunderschöne große Wohn-Schlaf-Kombination – ich möchte behaupten, dass wir das schönste Zimmer im ganzen Riad bewohnen durften. Das riesige Himmelbett mit Kingsize-Bettdecke, die Klimaanlage, der imposante Kleiderschrank und zwei Sofas machen den Traum von 1001 Nacht perfekt.
Und auch unser großes Bad, dass im marokkanischen Stil mit riesiger Dusche und zwei Waschbecken angelegt ist, ist ein Ort an dem wir uns direkt wohlfühlen.

Wir stellen nur kurz unsere Koffer ab, um direkt eine private Führung durch das herrschaftliche Gebäude zu bekommen. Erst in den nächsten Tagen stellen wir fest, wie groß unser Riad tatsächlich ist. Die vielen kleinen Dachterrassen, die über versteckte Türen und Treppenaufgänge zu erreichen sind, entdecken wir erst nach und nach.

Unser Lieblingsplatz ist neben dem unfassbar schön angelegten Tauchbecken, die große Dachterrasse mit wunderschönem Blick über die flachen Dächer der Stadt.
Es gibt auch ein Hamam. Besucht haben wir es allerdings nicht, da es uns einfach zu warm war.

Und auch bei Tageslicht ist unser Riad mit 17 Zimmern, welches wir nach unserem zweiten Tag gänzlich allein für uns bewohnen, einfach traumhaft schön. Die vielen Plätze, die durch die Palmen und Pflanzkübel erfrischenden Schatten spenden und zum Erholen einladen, werde ich nie vergessen.

Ebenfalls unvergesslich sind die vielen Vogelstimmen, die uns früh aus sanft aus dem Schlaf wecken und den Traum vom Paradies perfekt machen.

Liebevolle Menschen

Doch nicht nur die Unterkunft, deren Schönheit kaum in Worte oder Bilder zu fassen ist, sondern auch das liebe Team, die stetige Hilfe und absolut nicht störende Anwesenheit sind einen Besuch im Riad Ifoulki wert.

Unser Tag startet immer mit einem ausgedehnten, super leckeren Frühstück. Es gibt reichlich Brot, Marmelade, frisch gepressten Orangensaft, Obst, Kuchen und auf Wunsch Eier nach Geschmack. Dazu trinken wir würzigen Kaffee mit Milch (für mich ohne) und natürlich Minztee – den Berberwhisky.
Auch für Spätaufsteher ist das ein wahrer Genuss, denn Frühstück gibt’s bis 19 Uhr.
Tee und Kaffee lassen wir uns wann immer und wo wir wollen servieren – inklusive.

Wer will kann sich auch zum Abendessen bekochen lassen – dann gibt es heimische Tagine – Fleisch oder Couscous aus dem Tontopf. Wer auf Wein nicht verzichten will, bestellt kühlen marokkanischen Rosé! In Marokko Alkohol zu finden ist sehr schwer und wenn dann nur für teures Geld – gestört hat uns das aber nicht.

Nicht nur der Service bei Essen und Getränken stimmt, auch Fragen und eine kleine Marrakech-Einführung gibt’s vom Personal on top. Wir haben uns so wohl gefühlt, dass wir gerne auch einen privaten Plausch gehalten haben.

Der Großstadtrummel, der in Marrakechs Altstadt herrscht, ist mit Betreten des Riads sofort vergessen – wir haben zu keiner Zeit den Eindruck, dass vor der Tür ein wahres Getümmel an Menschen(massen) zugange ist.

Gott sei Dank sind wir dem Blogger- und Influenceransturm, auf den man wohl nicht mehr lange warten muss, entgangen. Ibiza scheint in diesem Jahr das neue Mykonos zu sein.

Ich hoffe ihr seid ebenso verzaubert wie ich vom Riad Ifoulki!

Herzlichst,
Eure Anni

6 Replies to “Marrakech: Riad Ifoulki

  1. Liebe Anni,

    das hört sich nach einer traumhaften Location an – ich will auch! 😉 Ich hoffe, Ihr hatte ein ganz wunderschöne Zeit! Die Bilder von der Unterkunft und das, was Du schreibst, sprechen auf jeden Fall schon einmal dafür.
    Warum seid Ihr 12 Stunden bis dorthin unterwegs gewesen?
    Ich warte auf mehr! 🙂

    Hab einen schönen Tag und viele liebe Grüße :-*

    Tabea
    von tabsstyle.com

    1. Halli hallo liebe Tabea,
      Die Location war in der Tat eine Wucht! Wir hatten die meiste Zeit einen tollen Urlaub, mehr erzähle ich dann im Detail in den folgenden Beiträgen.
      Die Anreise hat so lange gedauert, weil unser Flug Verspätung hatte und weil wir auf der Fahrt zum Hotel nachts noch einer Art „Kaffeefahrt“ ausgesetzt wurden. Der blanke Horror.

      Hab noch einen wundervollen Mittwoch
      ♥️♥️♥️

    1. Dankeschön meine Liebe! Wir waren eine Woche, aber effektiv konnten wir nur 5 Tage nutzen, wegen der An- und Abreise.
      Es werden noch einige Berichte folgen, du darfst also gespannt sein. ♥️♥️♥️

      Drück dich!

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