Hey ihr Lieben, 

ich hoffe ihr seid noch dabei, bei meinem Marrakech-Tagebuch. Heute geht es nämlich darum, was ihr auf keinen Fall in Marrakech verpassen dürft.

Klar unser Start in Marokko war vergleichsweise schlecht und wir haben überlegt, wie wir schnellsten nach Hause kommen würden. Natürlich hatten wir keine Chance und um ehrlich zu sein, hatte ich mich zu sehr auf meinen Urlaub gefreut, als das ich Trübsal blasen und im Riad hocken würde.

im Bahia Palast

Marrakech: Zweiter Versuch

Am zweiten Tag in Marrakech stürzten wir uns also erneut ins Getümmel – auf der Suche nach Foto-Hotspots, den Geheimtipps von Abdul und den Empfehlungen der lieben Katja von C’est Levi.

Nach dem aufbauenden Gespräch mit Abdul, einem Angestellten im Riad, versuchten wir einen Neustart in Marrakech.
Auf unserer Einkaufsliste standen natürlich Postkarten, Souvenirs und dieses leckere Gewürz, das es immer zum Frühstücksei gab – Kreuzkümmel.

im Bahia Palast

Nach fünf Tagen Marrakech habe ich nun die ultimativen Tipps für euch:

Genießt den Sonnenuntergang

Den Sonnenuntergang über den Dächern Marrakechs erlebt man am besten von der Dachterrasse des eigenen Riads oder auf dem Freisitz eines guten Restaurants – dazu aber später mehr. Leider wird es zum Abend hin immer etwas diesig – wir hatten an unserem letzten Abend großes Glück und der Himmel blieb klar.

im Café de France
im Café de France
im Café de France

Wir haben im Café de France gegessen und den Blick über den Marktplatz genossen. Für das Essen gibt es allerdings keine Empfehlung, der Blick jedoch war traumhaft. Am besten trinkt ihr etwas und sucht euch nach dem Sonnenuntergang eines der Restaurants, die ich euch im nächsten Beitrag vorstelle.

Haltet die Zeit auf dem Djemaa el Fna an

Das Herz der Stadt: Es steht niemals still – anhalten kann man es nur auf einem Foto und das macht ihr am besten über den Dächern der Stadt. Sucht euch am Rande des Marktplatzes eines der vielen Restaurants und gönnt euch eine kleine Erfrischung.
Tagsüber kann man auf dem „Big Square“ entspannt schlendern und kommt leicht zu den Souks, Taxiständen, Pferdekutschen und den Straßen, die vom Zentrum der Medina in alle Richtungen führen. Je später am Tag, umso mehr Händler, Einheimische und Touristen bevölkern den Platz. 

Der große Marktplatz ist tagsüber vergleichsweise unspektakulär – ihr müsst auf den Sonnenuntergang warten. Erst wenn die Sonne den Horizont küsst, beginnt das pulsierende Leben in Marrakech. Der Markplatz ist dann nur noch ein großes Getümmel aus Menschen, Handel, Musik, Gauklerei, Schlangenbeschwörerei und dampfenden Garküchen.

Erschreckt nicht, wenn plötzlich aus zahlreichen Lautsprechern der Muezzin zum Gebet ruft – beim ersten Ruf des Muezzin war ich richtig erschrocken. Erst sind mir die Lautsprecher gar nicht aufgefallen, aber dann war es schon etwas mystisch, wenn es wieder lauthals schrillte.

Schlängelt euch durch die Souks

Es ist ein großes Labyrinth im Labyrinth, wenn man so will. Die Souks sind teils enge, weit verzweigte Einkaufsstraßen. Hier reihen sich Geschäfte und Stände aneinander – Leder, Teppiche, Kleidung, Lampen, Keramik, Nüsse & Trockenfrüchte – es gibt nichts, was es nicht gibt. Und es gibt alles doppelt und dreifach. 

Das Beeindruckende ist, dass alles weit verzweigt ist und scheinbar alle Wege unendlich erscheinen – also aufgepasst beim Schlendern, man verläuft sich recht schnell.

Kauft Gewürze

Zum Frühstück gab es immer eine große Auswahl an Leckereien und dazu reichte man uns ein super leckeres Gewürz – was perfekt zum Spiegelei passt. Allein der Duft, der uns jeden Morgen in die Nase stieg, sorgt heute noch für Urlaubserinnerungen.

Wir haben im Riad gefragt was es ist und Abdul hat uns den heißen Tipp gegeben den aromatischen Kreuzkümmel auf dem Gewürzmarkt im Jüdischen Viertel zu kaufen.
Und tatsächlich lohnt ein Besuch in den engen Gassen im Süden der Medina. Es duftet einfach so intensiv und die die kunterbunten Türmchen aus verschiedenen Gewürzen geben ein super Fotomotiv. 
Wir haben außerdem noch eine 35-Gewürzmischung mitgenommen – frisch gemahlen vor unseren Augen. Die Maschine hat so laut gequietscht, dass ich mir die Ohren zuhalten musste.

Neben den Gewürzhändlern, findet ihr unweit auch die Lampenmacher. Hier werden in kleinen Werkstätten die metallenen Lampions handgefertigt.

Handelt wie ein Berber

Habt ihr etwas gefunden, dass euch gefällt? Dann fragt nach dem Preis und schlagt erst einmal die Hälfte vor.

Handeln ist in südlichen Ländern ein Muss. Wer etwas kaufen will, muss sich auf einen Preis einigen oder wird „touristenmäßig“ übers Ohr gehauen. Es gehört einiges an Verhandlungsgeschick dazu, denn der Verkäufer wird versuchen den besten oder höchsten Preis rauszuschlagen.

Euch sagt der Preis nicht zu? Dann sagt einfach, dass ihr euch weiter umschaut oder später wiederkommt – das wirkt wahre Wunder.

Also bleibt hartnäckig.

Handeln gehört einfach dazu. Ich muss sagen, dass es wirklich Überwindung kostet und mir teils unangenehm war. Ich habe manchmal schnell nachgegeben, außerdem sitzt im Urlaub das Geld einfach lockerer

Findet die versteckten Gärten

Marrakech sieht auf den ersten Blick sehr karg, trocken und braun aus. Das liegt vor allem an den erdfarbenen Häusern und den engen staubigen Gassen in der Medina.

im Jardin Majorelle

Doch die grünen, wunderschön arrangierten Gärten zeigen ein ganz anderes Marrakech und für einige dieser grünen Hotspots kann ich eine absolute Empfehlung aussprechen.

Besucht unbedingt den Jardin Majorelle – er liegt außerhalb der Medina.

Nehmt euch am besten vom Place Djemaa El Fna aus ein Taxi und fahrt für 30 – 70 Dirham (Handeln nicht vergessen!) zum Botanischen Garten des Malers Majorelle – Der Garten wurde übrigens 1980 von Yves Saint Laurent gekauft.

Es macht total viel Spaß durch die Grünanlage zu spazieren, sich im Schatten der großen Bäume und Palmen aufzuhalten und an den Wasseranlagen zu verschnaufen. 

Hier trifft Grün auf das kräftige Majorelle-Blau. Man ist direkt verzaubert von der Ruhe, die einen umgibt sobald man den Garten betritt, trotz der vielen Besucher. Eine leckere Erfrischung gibt es im kleinen Café – probiert die hausgemachte Limo, die ist super lecker.

Tatsächlich gut versteckt: Le Jardin Secret

In der Medina, etwas versteckt, findet ihr den Botanischen Garten – wir haben ihn tatsächlich nur durch Zufall beim Spazierengehen entdeckt.

Es ist absolut beeindruckend, was sich hinter den hohen, braunen Mauern versteckt – so ganz unscheinbar.
Die Grünanlagen sind so vielfältig und geradlinig angelegt und sorgen für erholsame Momente der Ruhe, unweit der pulsierenden Altstadt.

im Jardin Secret

Kein Garten im eigentliche Sinne aber dennoch eine Empfehlung, gibt es für den alten Bahia Palast im Süden der Medina. 

Verbindet den Besuch im Bahia Palast am besten mit einem Spaziergang zum Gewürzmarkt im Jüdischen Viertel.

Der alte Palast hält auch wie die Riads eine verschachtelte Bauweise und kleine, dennoch imposante grüne Flächen im Inneren bereit.

Im Riad haben wir zwei liebe Pärchen kennengelernt, die bereits nach unserem ersten Tag abgereist sind. Sie haben uns gesagt, dass eine Kutschfahrt bei Nacht ein absolutes Muss ist. 
Wir haben es leider nicht gemacht, aber vielleicht ist es ja noch ein kleines Extra für euch.

im Bahia Palast

Die Hinweise – nicht alleine gehen, auf den Wegen bleiben und mit niemandem reden – haben uns in Marrakech doch noch ein paar wundervolle Tage beschert. Dennoch muss ich sagen, dass uns zwei oder drei Tage für die aufgeregte Stadt gereicht hätten. Nicht weil es nicht schön war, sondern weil wir dann alles gesehen hatten, was uns interessiert hat.

Ein kleines Manko muss ich aber noch los werden. Es liegt vielleicht auch an unserem schlechten Start in Marrakech, aber was mir nicht gefallen hat, war die ganze Zeit auf der Hut sein zu müssen. Mich hat es gestresst, dass ich stets angespannt durch die Straßen getingelt bin.

im Jardin Secret

Ich bin einfach ein lockerer, offener Mensch, der anderen mit einem Lächeln begegnet und nicht verkrampft an seiner Tasche hängt, immer in Bereitschaft jemanden in die Flucht schlagen zu müssen.

Herzlichst,
Eure Anni

6 Replies to “Marrakech: Dos

    1. Liebe Doreen,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ja ich muss sagen, dass ich echt froh bin, dass sich der Urlaub doch noch gelohnt hat.
      Noch mehr freue ich mich, dass dir mein neues Layout gefällt. 🙂

      Hab einen schönen Abend
      ❤️❤️❤️
      Anni

  1. Liebe Anni,

    das freut mich zu hören, dass Ihr dann doch noch eine schöne Zeit hatte und Euch noch einiges angeschaut habt. Ich denke, die Eindrücke müssen zum Teil wirklich überwältigend sein.
    Von dem „Garten des Yves Saint Laurent“ hatte ich bereits öfter gelesen und gehört. Das würde mich auch sehr interessieren.

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

    1. Liebe Tabea,

      also wenn du wirklich mal nach Marrakech reisen solltest, dann ist der Jardin Majorelle definitiv ein Pflichtprogramm. Ich habe selten so etwas Schönes gesehen. Die Farben sind der Knaller und die Aufteilung der Pflanzenbereiche sind super schön. Ich hätte noch drei Runden dort drehen können.

      Liebe Grüße und einen dicken Drücker
      Anni ♥️

  2. Liebe Anni, ein toller Reisebericht und atemberaubende Bilder. Macht Lust auf Urlaub, wir haben noch 32 Tage, dann geht es für uns auf nach Italien. Gardasee wir kommen.
    Übrigens dein neues Layout gefällt mir gut. Bin auf die nächsten Blogbeträge gespannt. Bin gern auf deinem Blog unterwegs.
    LG Ines

    1. Liebe Mutt,

      vielen Dank – ich freue mich auch sehr über die vielen und vor allem schönen Bilder.
      Dann ist es ja nicht mehr lange bis zu eurem Urlaub. An den Gardasee möchte ich auch unbedingt noch einmal fahren, aber nun geht es erst einmal nach Mallorca.

      ❤️ Anni

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