Hallo ihr Süßkinder,

bald ist es soweit und mein Blog feiert seinen 1. Geburtstag. Kaum zu glauben – aber an solchen Stationen merkt man einmal mehr wie sehr die Zeit rennt.
In den letzten Wochen habe ich gemerkt, wie schwer es ist Privates und Berufliches unter einen Hut zu bekommen. Meine Tage könnten locker 48 Stunden haben und selbst das wäre nicht genug.

Mangelware: Zeit

Das mit dem alles unter einen Hut bekommen, gilt auch für meinen Blog, Freunde und meinen heißbeliebten Sport. Zu meinem Fulltime-Job kommt noch hinzu, dass ich parallel meine Masterarbeit schreibe. Leider ist es, wie zu erwarten, deshalb auch auf klamottenkonzept ruhiger geworden.

Die letzten Tage haben dabei ganz schön an meinen Nerven gezerrt – ich bin angespannt wie lange nicht mehr. Und leider auch wieder etwas traurig. Und dabei schwirren nicht nur Alltagsgedanken in meinem Kopf, sondern auch Fragen – Fragen die ich gar nicht denken will, weil ich doch eigentlich nichts in Frage stellen, sondern leben will.

Was wäre wenn?
Will ich so leben?
Wars das jetzt?

Eigentlich bin ich nicht traurig, weil es gerade ist wie es ist. Es ist auch nicht der Stress, denn mit ihm fühle ich mich auf jeden Fall besser als vorher. Dieses Gefühl etwas zu schaffen, stolz am Ende des Tages zu sein und sagen zu können: „Das habe ich geleistet“, ist was ich brauche und was mich auch ausfüllt.

Die Herausforderungen im neuen Job lassen mich endlich wieder beweisen was ich drauf habe. Das kam in den letzten Monaten in der Uni leider etwas zu kurz – was mich so richtig genervt hat.

IMmer 100 Prozent

Aber zurück zu dem Thema der Anspannung und der inneren Unruhe, die zum Vorschein kommt, wenn die Last des Tages abfällt.
Ich sitze also unzählige Stunden vor meinen zwei Bildschirmen in der Firma und anschließend hämmere ich in die Tasten meines Laptops und recherchiere nach Serienkillern.

Viel Zeit für den Rest bleibt da nicht. Schwierig wird es erst richtig, wenn man bei allem 100 Prozent geben will – was bei mir leider sehr oft der Fall ist.

Aktuell versuche ich mein Bewegungsdefizit und mein mieses körperliches Empfinden zu pushen, in dem ich versuche wieder regelmäßig laufen zu gehen. Auf mein Rad muss ich aktuell leider verzichten, weil meine Wohnsituation auch irgendwie diffus ist.
Halle – Leipzig mag keine Strecke sein, aber auch nur, wenn man nicht arbeitet. Also habe ich fast nur meine Klamotten nach Leipzig geholt. Der Rest wartet bis er abgeholt wird.

Auch wenn Leipzig auf jeden Fall die Heimat ist, die ich mir vorstellen kann, hänge ich natürlich auch noch an meinen Herzmenschen in Halle und Umgebung. Selbst hier wird es ein akrobatischer Zeitakt, um sich nicht nur via Messenger und Co. auszutauschen.

Und was besonders schmerzt, vor allem weil es mein Herzensprojekt ist und auch irgendwie mentale Therapie, ist die fehlende Zeit für klamottenkonzept.

Was mir, auch auf Arbeit, wieder einmal mehr auffällt ist, dass Struktur und Organisation auf jeden Fall einen großen Anteil daran haben, all diese Dinge zu managen.
Ich rede hier natürlich nicht von einer akribischen Planung bis ins kleinste Detail, wobei ich mich manchmal bremsen muss.
Zumal Spontanität etwas sehr Schönes und Aufregendes ist und sehr schöne Erinnerungen mit sich bringen kann.

Letztendlich geht es mir vielmehr darum darum einen Plan für all diese täglichen Dinge zu schaffen.

Aber wo fängt man an?

Prioritäten setzen!
Weniger ist manchmal mehr!

Organisationstalent

Was mir schon immer lag: Planen, Strukturieren und Organisieren.
Komischerweise sieht es in meinem Kopf alles andere als strukturiert aus. Es ist ein Wust aus Gedanken, Bildern, Träumen, Arbeit und Privatem. Ich kann gar nicht ausdrücken wie es sich anfühlt.

Also habe ich in den letzten Tagen den Entschluss gefasst, mich, mein Gedankenchaos und mein Leben zu priorisieren. Oh Gott wie das klingt. Aber dann denke ich auch an eine Zukunft, mit Kindern und dann frage ich mich, wie das noch funktionieren soll.

Für manche mag das komisch klingen, aber ich glaube ohne diesen „Plan vom Leben“ kann oder vielmehr will ich nicht.

Prioritäten setzen

Prioritäten also. Meine Herzmenschen und ihre Gesundheit sind für mich ganz klar die Nummer 1. Dabei denke ich aber auch an meinen Seelenfrieden – wie wir alle längst wissen: Nur wenn man mit sich im Reinen ist, kann man auch in Beziehungen das erreichen was man sich wünscht.

Ich habe mich in den letzten Wochen also entschieden einigen Ballast abzuwerfen.
Zuerst musste das Fitnessstudio dran glauben. Leider- aber ich war in den letzten Wochen nur noch Sponsor. Ich gebe den Sport nicht auf, sondern besinne mich auf das was mir schon immer Spaß gemacht hat: Ausdauer zu Fuß und zu Rad.
Keine Frage, der Kraftsport ist und war auch eine coole und energiefördernde Sache, aber wenn ich keine 100 Prozent geben kann, fällt der als erstes aus.

Meine Wohnung – meine komplette Selbstständigkeit. Ich meine damit, dass ich nur für mich verantwortlich bin und alle Dinge alleine entscheide, wie die meiste Zeit in meinem Leben. Ich gebe also mein Zuhause auf, der Ort an dem ich ich sein kann – mit Tränen, Wut und Angst.

Immer Ja-Sagen. Ich gebe zu, ich bin sehr schlecht im Nein sagen. Ich dachte immer, ich muss für alles und jeden sofort parat stehen. Auf jede Nachricht, jeden Anruf sofort reagieren. Alles stehen und liegen lassen, egal wie es mir dabei geht. Ich musste schmerzlich feststellen, dass es manchen nicht schmeckt, wenn ich auch einmal egoistisch bin. Aber ich kann leider nicht alle Menschen dieser Erde glücklich machen.

Es kommt sicher wieder eine Zeit für Dinge, die auf der Strecke gebliebenen sind. Aber erst, wenn ich mit dem Studium fertig bin, wenn ich mich auf Arbeit richtig eingefunden habe und ich all die wichtigen Dinge im Leben strukturiert habe, die mich zu dem Menschen machen, der ich sein will.

Bloggen: Ja bitte!

Worauf ich auf keinen Fall verzichten kann und will ist mein klamottenkonzept – das bin ich. Es steckt so viel Arbeit, Liebe und Zeit in diesem Blog und es ist viel mehr als das was ihr sehen könnt: Vom einstigen Outfitgedanken, hin zum Tagebuchersatz.

Doch leider, wie an so oft in den letzten Tagen, wusste ich nicht was ich schreiben soll.

Das 100. Outfit aus den immer gleichen Sachen?
Wieder einkaufen, nur für einen Blogpost?

Nein!

So ein Blog, welche Grundausrichtung er auch haben mag, ist doch immer auch etwas Persönliches und was ganz Privates.
Und wenn ich mich dann entschließe, mich zu öffnen, meine Gedanken in Worte zu fassen und zum Tagebuchcharakter zurückkehre, dann sprudeln die Worte nur so aus mir raus. Und dann fühle ich mich gleich wieder etwas besser.

Wie nun also weitermachen mit klamottenkonzept?

Auch hier setze ich auf Struktur – ich habe mich hingesetzt und ein Konzept entworfen:
Was ist klamottenkonzept nach einem Jahr?
Was will ich eigentlich aussagen?
Und wo soll die Reise hingehen?

Dazu erfahrt ihr im nächsten Beitrag mehr. Also dranbleiben.

Puh, was für ein Monstrum an Gedankengut – Danke an alle, die bis hier durchgehalten haben. Wahrscheinlich glauben jetzt einige, ich habe ein unfassbar intensiv ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. 😅

Habt ein tolles Wochenende,
Eure Anni. 🖤

7 Replies to “Mangelware: Zeit

  1. First, congratulations on your blog anniversary!

    By now you know my German is not good at all but I think I got a bit the essence of this post. If I am not mistaking you are feeling a bit overwhelmed with combining personal life, work, master thesis and blogging. Like its getting bit too much for you? You should really think about yourself and try not to overstrain yourself. Writing a thesis sucks, I know. And I only wrote a Bachelor thesis and was already fed up. Try looking at the bigger picture that this will be over soon. And like you said, you have to start prioritizing things. Nothing is as important as your peace of mind 😀

    I hope I didn’t get the post wrong and that I am writing complete none sense here. You can totally correct me when I understood wrong.

    Have a lovely weekend!

    1. Valerie, my dear,

      thanks for your congrats, but my blog birthday is a bit later – the post was, because I recognized that the birthday is soon.
      Wow! Thank you so much for these words.
      Yes, I think the last weeks were a bit too hard.
      Normally I’m into writing a thesis – it’s more that this time will be over, really soon. So the ’normal‘ life scares me a bit. I don’t know, if I’m ready for that – the everyday life.

      I think your German understanding is very well. 😉
      xoxo Anni

      Wish u a great evening

  2. Hallo! Ein wirklich schöner Beitrag und wer kennt dieses Problem nicht? Ich habe mir jetzt aber extra mal die Zeit genommen deinen Beitrag hier mit enthusiasmus zu lesen und ich muss sagen, es hat sich gelohnt 🙂 Ich danke dir, für deine Gedanken! und werde mich auch das ein oder andere nochmal durch den Kopf gehen lassen 😉 Dir ein schönes Wochenende und viele Grüße aus’m hotel meraner land ;)….die Pia <3

    1. Liebe Pia,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich freue mich natürlich immer, wenn die Worte auch andere Menschen berühren.

      Ich wünsche dir auch ein schönes Wochenende.
      Liebe Grüße Anni

  3. Liebe Anni,
    wer von uns heute kennt den Zeitdruck nicht?! Ich glaube unsere Gesellschaft schreitet so schnell voran, dass man das Gefühl hat, nicht mithalten zu können. Von allen Seiten prasseln Informationen auf uns ein und wir fühlen und verpflichtet sofort und gleich zur Stelle zu sein. Da ist Struktur eine sehr gute Basis, um den Alltag und alles drumherum zu schaffen. Ich habe die mir auch verabreicht. Lass aber auch einfach mal die Seele baumeln, die Arbeit rennt nicht davon.
    LG Ines

    PS toller persönlicher Beitrag

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