8 Tage Städtetrip? Wird das nicht langweilig? Ich muss zugeben, auch ich hatte Bedenken als wir uns für acht Tage Lissabon entschieden haben. Doch es gab in dieser Zeit keinen Moment der Langeweile. Als wir Heiligabend in den Flieger stiegen, konnte ich es kaum erwarten eine ganz unbekannte Stadt erkunden zu können.

Auf dem Balkon im Lux Lisboa Park
Auf dem Balkon im Lux Lisboa Park

Für die erste Freude sorgte unser Hotel. Das Zimmer im Lux Lisboa Park war traumhaft.

Pool auf der Dachterrasse

Ich kann das Hotel nur empfehlen, auch wenn der Weg vom Zentrum zum Hotel ein sehr steiler ist.

Das Bett im King Size Stil war Zentrum des Raumes, es wartete ein verglaster Balkon mit Blick auf bunte Häuserfronten und ein offen gestaltetes Bad auf uns.
Das Hotel verfügt über einen beheizten Pool auf der Dachterrasse, den wir bei 15 Grad und Sonnenschein genießen konnten.

Auch das Frühstück war exzellent: Es gab frische Kaffeespezialitäten, kühle Säfte und prickelnden Sekt, dazu leckeres Brot und internationale Speisen.

Lissabon ist das San Francisco Europas.

Die rote Hängebrücke, die alten Straßenbahnen und die steilen Hänge sorgen für den kalifornischen Charme.
Tram vor der Basílica de Estrela
Tram vor der Basílica de Estrela

Ich wurde einfach nicht müde, die Schönheit dieser Stadt aufzusaugen. Wir haben jeden Tag etwas Neues entdeckt.
Nur meine Füße wollten nach dem fünften Tag nicht mehr so, wie am ersten.
Durchschnittlich 15 Kilometer pro Tag zu Fuß, vor allem in Lissabon, gehen ganz schön an die Substanz.

Die portugiesische Hauptstadt liegt auf sieben Hügeln am Ufer des Flusses Tejo, der in den Atlantik mündet. Lissabon ist das San Francisco Europas. Die rote Hängebrücke, die alten Straßenbahnen, die sich quietschend durch die engen Gassen schieben und die steilen Hänge sorgen für den kalifornischen Charme.

Blick auf Lissabon
Blick auf Lissabon

Schon vom Flugzeug aus sieht man einige der Hotspots, die Portugals Herz zu bieten hat: Allen voran die rote Hängebrücke, die Christusstatue, aber auch die engen Gassen.

Lissabon Hotspots

Zu den Top Attraktionen zählt eindeutig die Ponte 25 de Abril. Die 2,3 Kilometer lange Brücke verbindet Lissabon mit der Stadt Almada. Sie ist einer der drei längsten Hängebrücken der Welt für Straßen- und Eisenbahnverkehr.
Am anderen Ende richtet die imposante Cristo Rei Statue ihren Blick auf die Küstenstadt Lissabon. Sie ist eine Nachbildung der berühmten Christusstatue in Rio de Janeiro.

Blick auf die Ponte 25 de Abril
Blick auf die Ponte 25 de Abril

Wir haben einen Tagesausflug zur Cristo Rei Statue gemacht. Für knapp sechs Euro pro Person sind wir nach Almada und zurück gekommen.
Ein super Preis, wenn ihr mich fragt.
Wir sind bis zur Station Cais de Sodré gelaufen und von dort aus auf die Fähre gestiegen. Die letzten Kilometer sind wir mit dem Bus direkt bis zur Christusstatue gefahren. Für den Fußmarsch von der Fähre solltet ihr gute 45 Minuten einplanen.

Wir sind nicht zur Aussichtsplattform hoch, der Blick am Fuße von Cristo Rei hat uns genügt.
Der Ausblick auf die Küste von Lissabon ist wunderschön. Nehmt euch Zeit, den Moment zu genießen.
Während des gesamten Urlaubs hatten wir Glück, dass vergleichsweise wenig Touristen und Einheimische unterwegs waren – die meisten Touristenattraktionen waren deshalb nicht extrem überlaufen.

Ein Muss für alle, die die Stadt an der Atlantikküste bereisen: Eine Fahrt mit der berühmten Straßenbahn Linie 28.
Die rasante Fahrt im Altbauwagen führt euch durch die schönsten Stadtteile.

Es ist längst kein Geheimtipp mehr, dass man am besten am Startpunkt Martim Moniz einsteigt, um einen der begehrten Sitzplätze zu ergattern. Bringt also einiges an Zeit mit, die Schlange an der Haltestelle ist lang.

Treppen, steile Gassen oder Fahrstühle verbinden die Unter- und Oberstadt miteinander.
Der berühmteste Aufzug der Stadt ist der Elevador de Santa Justa. Die riesige Metallkonstruktion ist knapp 45 Meter hoch.
Der Fahrstuhl hat zwei Kabinen für je 24 Personen.
Sie sind mit Holz, Glasscheiben und Messing verziert.
Die Fahrt dauert nur knapp eine halbe Minute. Oben angekommen könnt ihr auf die Aussichtsplattform und habt einen tollen Blick über die Stadt.

Über einen Steg gelangt ihr zu einem tollen Restaurant, von dessen Terrasse aus, ihr ebenfalls einen fantastischen Blick genießen könnt.

Ich hatte erst Bedenken, dass dort die Touristen-Abzocke auf uns wartet – aber Fehlanzeige.

Eine Einzelfahrt für den Elevador kostet knapp fünf Euro und ist damit nicht ganz preiswert. Es lohnt sich also ein Tagesticket (6,50€) für Bus, Tram und Metro zu kaufen.
Dann könnt ihr nach der Fahrt mit dem Personenaufzug, gleich weiter zur Tram 28.

Elevador de Santa Justa
Elevador de Santa Justa

Ein Besuch des Castelo de São Jorge  lohnt sich bei gutem Wetter. Wir hatten bei unserem Besuch am Morgen leider etwas Nebel.
Wenn die Sicht klar ist, habt ihr einen traumhaften Blick auf die Küste und den Hafen.

Mit der Hängebrücke und der Christusstatue im Hintergrund habt ihr von der Festung aus die Möglichkeit euer eigenes Postkartenmotiv einzufangen.

Convento do Carmo
Convento do Carmo

Angekommen in der Oberstadt müsst ihr unbedingt die Kirche ohne Dach besuchen. Die Convento do Carmo wurde bei einem Erdbeben zerstört. Beim Wiederaufbau wurde jedoch nur der Seitenflügel wieder hergerichtet. Das Kirchenschiff blieb ohne Dach.

Das Torre de Belém sollte ebenfalls auf eurer Sightseeing To-do-Liste stehen.
Der Leuchtturm kann heute besichtigt werden und beherbergt eine Aussichtsplattform in 35 Metern Höhe.

Ursprünglich gab es zwei Türme, die ankommende Seefahrer begrüßten oder feindliche Schiffe abwehren konnten. Leider ist einer der Türme durch das Erdbeben, dem auch das Convento do Carmo zum Opfer gefallen ist, zerstört wurden.

Torre de Belém
Torre de Belém

Lissabon: Das perfekte Reiseziel

In Lissabon selber braucht ihr kein Auto. Wer ausdauernd ist, schafft es die Stadt auch zu Fuß zu erkunden. Mal abgesehen davon, erspart ihr euch so ewiges im Stau stehen.

Lissabon bei Nacht
Lissabon bei Nacht

Für längere Strecken oder wenn es doch mal schnell gehen muss, ist der öffentliche Nahverkehr eine super Alternative. Das Metro- und Busnetz ist gut ausgebaut und mit etwa 1,50 Euro pro Fahrt günstig. Wir haben uns innerhalb kürzester Zeit gut zurechtgefunden.

Generell habe ich die Küstenstadt als relativ preiswert empfunden. Im Vergleich mit anderen Städten, hat uns das Sightseeing, Essen und Trinken weniger gekostet als in anderen europäischen Großstädten.

Einige Food-Hotspots und Locations für den schönsten Sonnenuntergang verrate ich euch im nächsten Blogpost.

Schön, schöner, Lissabon

Ich habe mich direkt am ersten Tag in die Stadt verliebt. Lissabon erzählt seine ganz eigene Geschichte. Die schmalen Gassen und die alten Häuser mit Fliesenfassaden im Stadtkern sorgen für das besondere Charisma der Stadt.

Moderne und futuristische Neubauten sind auf ihre Art reizvoll. Sie wirken im Gegensatz zum Stadtbild von Lissabon jedoch gesichtlos. An ihren aalglatten Fassaden perlt nahezu alles ab.
Die Altstadt von Lissabon ist bunt, schief und krumm, aber vor allem eines: spannend und interessant. Keine Gasse, keine Fassade gleicht der anderen.

Unser Lissabon-Trip war auch deshalb etwas besonderes, weil ich das erste Mal zu Weihnachten weit weg von zu Hause war. Ich freute mich riesig auf die Zweisamkeit und Zeit nur für uns.
Wir feierten ein kleines, sehr schönes Weihnachten ohne den Stress und den Trubel, dem alle immer entfliehen wollen.

Weihnachten in Lissabon
Weihnachten in Lissabon

Mein ursprünglicher Plan sah es vor, nach Südostasien zu reisen und am weißen, von Palmen gesäumten Strand, Weihnachten verbringen und somit der Kälte entfliehen. Aber keines der Angebot sagte uns richtig zu.

Lissabon stellte sich schlussendlich als das perfekte Reiseziel für uns heraus. Es war frühlingshaft warm, genau richtig um die hügelige Hauptstadt zu erkunden und bloß keine Langeweile aufkommen zu lassen.


Ende.

3 Replies to “Lissabon Citytrip

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