Ist Lesen noch zeitgemäß? Also ich meine so richtig – lange Texte, Kurzgeschichten oder gar ganze Bücher.

In Zeiten von Social Media und der immer knapper werdenden Freizeit, könnte man meinen, dass weniger gelesen wird. Auf dem Weg zur Arbeit läuft Spotify oder die mobile Version von Netflix, aber auch Instagram ist eine beliebte Ablenkung geworden.
Kein Wunder – all das sind Möglichkeiten Inhalte schnell und unkompliziert zu konsumieren. Und dass das Smartphone ist immer griffbereit oder mittels Handykette um den Hals getragen wird, macht es noch einfacher in die digitale Welt einzutauchen.

Ich habe vor einigen Wochen einen sehr humorvollen Artikel zum Thema Konzentrationsfähigkeit in Zeiten von Social Media gelesen. Im Selbstversuch wollte sich die Autorin dem Lesen lernen zuwenden. Nicht etwa weil sie dem Analphabetismus den Kampf ansagen wollte, sondern weil ihr Konzentrationslevel auf ein Minimum gefallen war – Social Media sei dank.

Sebastian Fitzek Buch

Immer mehr unserer wenigen Freizeit investieren wir in das Posen und anschließende Posten von perfekten Bildern für unsere unzähligen Follower. Wir zeigen wie lebenswert unser Leben ist – für andere, für Fremde, aber auch für Freunde.
Immer mit dem Ziel noch mehr Menschen zu beeindrucken – schöner Urlaub, schönes Auto, noch schöneres Essen oder noch schönere Kleidung.

Dabei kann man schnell eins vergessen: Sich selbst und die Zeit mit sich selbst oder für Dinge, die man früher gerne gemacht hat. Gerade die sozialen Netzwerke sind echte Zeitkiller – wer hier Erfolg haben will, muss einen nicht unerheblichen Anteil seiner Zeit investieren.

Lesen lernen und lieben

Auch ich hatte mir in den letzten Monaten fest vorgenommen mehr zu lesen. Das stresst mich nicht und ich fühle mich nicht unwohl, wie etwa, wenn ich pausenlos am Smartphone hänge. Doch woher die Zeit nehmen?

Ich habe mich entschieden bewusst weniger Zeit für mein online-Ich aufzubringen, aber nicht im Sinne eines rigorosen Social-Media-Detox. Dafür mag ich den echten Austausch und die Inspiration zu sehr.
Dennoch habe ich gemerkt, dass gerade Instagram leider zu einer mehr oder weniger lästigen Beschäftigung geworden ist. Denn ich stelle immer wieder fest, dass sich wenig bewegt, egal ob ich viel oder wenig Zeit investiere.

Dank meines neuen Jobs, habe ich nun mehr Zeit für das Lesen und dass obwohl ich mehr arbeite als vorher.
Lesen gehört weniger zu den Beschäftigungen, wenn ich zu Hause bin, vor allem, wenn Herr K. da ist. Aber auch daran arbeite ich.
Da ich nun aber jeden Tag im Zug sitze, komme ich tatsächlich wieder dazu täglich ein Paar Seiten zu lesen.

Buch von Sebastian Fitzek

Gerade in der Öffentlichkeit empfinde ich es als besonders unangenehm die ganze Zeit auf meinem Telefon rumzutippen. Ich möchte nicht zu denen gehören, die stumm auf ihr Display starren und dabei alles um sich herum vergessen.

Und dennoch war es die ersten Male unheimlich schwierig, nicht ständig das Handy in die Hand zu nehmen. Aber es lohnt sich durchzuhalten! Ich weiß jetzt auch wieder warum ich so viele Bücher im Schrank habe.
Mit jeder Seite mehr, vorausgesetzt die Story fesselt genug, wird es einfacher. Aber nicht nur das – es wird auch schwieriger das Buch wieder wegzulegen.

Ich trage also jetzt immer ein Buch im Rucksack und genieße die Zeit beim Lesen richtig. Ganz nebenbei fühle ich mich immer ein bisschen wie Rory von den Gilmore Girls und vergesse die Zeit.

Gelesen: Sebastian Fitzek

Die letzten Bücher, die ich gelesen habe, stammen alle aus der Feder von Sebastian Fitzek. Mittlerweile ist der deutsche Autor zu meinem Lieblingsautoren geworden.

Ich wollte schon früher immer einen „Lieblingsautoren“ haben. Ich habe mich dabei krampfhaft versucht an anderen zu orientieren. Nämlich an denen, die historisch wertvolle Bücher oder echte Klassiker rauf und runter gelesen haben.

Obwohl ich auch schwere Kost gelesen habe, fesseln mich Thriller oder Kriminalromane weitaus mehr. Ich liebe Spannung und die finde ich bei Fitzek. Was mich beim Bestsellerautor außerdem fasziniert, ist sein Talent soziale Missstände oder gesellschaftskritische Themen in sein Spannungsnetz einzuweben. Dabei wird auch auf nicht auf große Gefühle verzichtet.

Bücher und Hörbuch von Sebastian Fitzek

Angefangen hat es mit dem Buch Passagier 23, das ich auf einer 25-tägigen Atlantikkreuzfahrt gelesen habe. Einen besseren Ort für das Eintauchen in diese Geschichte kann ich mir nicht vorstellen.
Es hilft auf jeden Fall dabei das Erzählte vor dem inneren Auge auszuschmücken. Und was besonders gut ist: Man kann mit und dank dem wissen der Crew, bestimmte Aspekte auf Glaubhaftigkeit prüfen.

Die Bücher von Fitzek zeigen immer einige Parallelen – ich möchte sie gerne als unverwechselbare DNA des Autors bezeichnen. Dennoch und das bewundere ich an Sebastian Fitzek, ist keines seiner Bücher langweilig oder vorhersehbar. Jede Story überrascht mit unerwarteten Plot Twists und lässt den Leser im Dunkeln tappen, obwohl man sich ziemlich sicher ist, dass man auf der richtigen Fährte ist.

Gehört: Sebastian Fitzek

Doch nicht immer hat man das Glück einen Sitzplatz in der S-Bahn zu ergattern. Und ich könnte mir wirklich besseres vorstellen, als im Stehen eine spannende Geschichte zu lesen.

Hörbuch von Sebastian Fitzek

Nachdem meine Freundin allerdings mehrfach von Fitzek-Hörbüchern erzählt hatte, habe ich direkt meine Mediathek bestückt. Ich wäre vorher nicht auf die Idee gekommen, Hörbücher zu hören. Leider habe ich ziemlich schnell enttäuscht feststellen müssen: Ich habe das Hören verlernt.

Das Hörbuch hören ist eine Beschäftigung, die ich mit meiner Kindheit verbinde. Wer erinnert sich nicht an die Geschichten von Benjamin Blümchen oder Bibi Blocksberg?! Jeden Abend vor dem Einschlafen habe ich gespannt den Geschichten gelauscht – noch heute erinnere ich mich an einzelne Episoden.

Hörbuch von Sebastian Fitzek

Als Erwachsene habe ich, bis vor Kurzem, noch kein einziges Hörbuch gehört. Beim ersten Versuch habe ich schnell gemerkt, dass die Schwierigkeit ebenfalls bei meiner sehr geringen Aufmerksamkeitsspanne liegt.

Ich empfinde es als unheimlich anstrengend dem Vorlesenden zu folgen. Ich merke sehr schnell wie meine Gedanken abschweifen oder ich gar nicht zugehört habe. Ich muss dann immer wieder Kapitel wiederholen oder merke, dass mir Teile der Geschichte fehlen.

Nachdem ich wieder zum Lesen gefunden habe, möchte ich mich nun auch wieder auf gehörte Geschichten einlassen können. Habt ihr Tipps oder Rituale für das aufmerksamen Hören von Geschichten?


Ende.

One Reply to “Gelesen & gehört: Sebastian Fitzek”

  1. Wenn Dir das hören von Hörbüchern schwerer fällt, solltest du unbedingt mal Hörspiele ausprobieren da verliert man weniger schnell den faden.
    Als Mega Hörspiel/Spiel Fan bin ich mal so frei ein Paar aufzulisten die ich wirklich gut finde ich habe aufgepasst das es die auch bei audible gibt.

    1. Edgar Allan Poe (Serie 30 Stk.) – Grusel
    2. MacBeth ein Epos – Mittelalter
    3. Wallander Hörspiele – Krimi
    4. Die Alchimistin
    5. Otherland – Science Fiction
    6. Monster 1980 – Grusel
    7. Tony Hill & Carol Jordan – Krimi
    8. Warringham Saga – Mittelalter
    9. Blackout – Krimi
    10. Ghost Box – Mystery

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