Hey ihr Süßen, 
es reißt nicht ab – das Thema Selbstliebe, Selbstzweifel und das Rezept zum Glücklichsein. Ich bleibe mir treu: Ich kann nicht nicht denken.

Ich glaube schon lange zu wissen, worin der Schlüssel zum Glücklichsein liegt. Nämlich in der Selbstliebe. Doch was ist das eigentlich?

Oft glauben wir, dass uns ein anderer Mensch dazu verhelfen kann uns selbst zu lieben.

Doch weit gefehlt.

Es ist wie so oft. Sich selbst zu lieben klingt so einfach und doch stellt es sich immer wieder als eine der am schwierigsten zu überwindenden Hürden im Leben dar.

Ich merke oft, wie sehr ich mir dabei selbst im Weg stehe und dass obwohl ich Situationen diesbezüglich sehr reflektiert einschätzen kann.

Wir müssen uns definitiv eins merken: 

NUR DU SELBST KANNST DICH GLÜCKLICH MACHEN!

Die Wahrnehmung seiner innersten Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte ist Kern des Ganzen. Es ist weit mehr als die bloße Akzeptanz seiner selbst.

Glücklichsein braucht Seelenarbeit

Was einfach klingt, braucht einiges an Zeit, Verständnis und gesundem Egoismus. Glücklichsein braucht Seelenarbeit und die Auseinandersetzung mit seinem Selbstbild.

Wer kennt es nicht – der Bezug zu sich selbst ist oftmals negativ behaftet. Nicht nur, dass Egoismus als etwas schlechtes dargestellt wird, sondern auch das Selbstbild zeugt häufig von Negativität und nicht selten auch von Selbsthass. 

Egoismus ist gesund

Sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen, hat fatale Auswirkungen auf das Leben und den Umgang mit Mitmenschen, insbesondere in Paarbeziehungen. 

Immer andere Menschen in den Fokus seines Lebens zu stellen und der Versuch diese glücklich zu machen wird auf Dauer scheitern. 

Egoistisch zu sein ist überlebenswichtig. Wir müssen uns erst selbst lieben (lernen), bevor das jemand anderes kann.
Erst wenn wir wissen was wir brauchen und wir uns die Aufmerksamkeit schenken, die wir auch unseren geliebten Mitmenschen schenken, können wir glücklich sein.

Nur wer mit sich im Reinen ist und sich selber liebt, der wird auch von anderen geliebt.

Die Liebe eines anderen kann die seelischen Wunden, die ein jeder in sich trägt, nicht heilen. Die Liebe eines anderen kann das eigene Glücklichsein nur noch intensiver machen.

Wir müssen Lieben, um der Liebe und des Menschen wegen und nicht, weil wir einen Vertrag über das Geben und Nehmen abgeschlossen haben oder unser Gegenüber unsere Anforderungen an das Bild der vermeintlich perfekten Liebe erfüllt.

Wissen ist nicht alles

Ich weiß um diese Theorie und ich weiß um die Wirkung der Selbstliebe. Doch die Selbstzweifel sind tief in mir verankert, in uns allen. Betrachten wir unsere Kindheit und unser Dasein, dann existiert die bedingungslose Liebe in unserer Gesellschaft schlicht und einfach nicht.

Ich kämpfe schon lange dafür glücklich zu sein. Wahrscheinlich werde ich das auch mein Leben lang tun.
Ich weiß schon lange um das Geheimnis des Glücklichseins und ich gebe mir große Mühe mich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.

Wir können den Ausbruch aus alten Konventionen erkennen. Immer mehr junge Menschen finden den Weg zu sich selbst, zu den eigenen Wünschen und zu einem selbstbestimmten Leben. Zu einem Leben, dass in erster Linie nur sie glücklich macht – nicht umsonst ist die Zahl der Singles so hoch.

Ich wusste schon früh: Du kannst niemanden für dein eigenes Glück verantwortlich machen. 

Doch mir fehlte immer der Ansatz und das tiefe Verständnis um die Selbstliebe und warum es so schwer ist, sie zu finden.

Obwohl ich sehr gut um die Theorie weiß, stoße ich immer wieder an meine Grenzen. Es ist schwer einen klaren Gedanken zu fassen, wenn das Herz schreit.

Einige mögen mich für zu zart besaitet halten. Solche Gedanken werden sicher befremdlich wirken. Und auch die wenigsten in meinem Alter dringen so tief in ihr Innerstes vor. Den meisten ist sicher nicht einmal bewusst, dass das Glück mit sich selbst zu tun hat.

Doch mich lässt das Thema einfach nicht los – beim Stöbern in der Buchhandlung bin ich auf ein tolles Werk von Robert Netz gestoßen: Wahre Liebe lässt frei!
Dieses Buch hat mir viel Input auf dem Weg zum Glücklichsein gegeben. Es hat mir an vielen Stellen in meinem Denken die Augen geöffnet. Dort wo noch vor ein paar Tagen eine Wand stand oder ich glaubte das Richtige zu tun, sehe ich jetzt ganz andere Wege.

Beschäftigt ihr euch auch intensiv mit euch selbst oder glaubt ihr daran, dass Egoismus ungesund ist?

Herzlichst,
Eure Anni

Photos: Pauline L. 

3 Replies to “Das Rezept zum Glücklichsein

  1. Liebe Anni,

    der Beitrag ist so wunderbar! Manchmal bin ich ganz traurig, dass du so weit weg wohnst, denn wir haben so viele gleiche Gedanken! Die gleichen Dinge schwirren mir tagtäglich durch den Kopf und lustigerweise bin ich am selben Punkt, was den Egoismus betrifft. Put yourself first, das beachte ich immer mehr, merke aber auch immer wieder, dass es mir schwer fällt. Ich freue mich über mehr solche Beiträge.

    Liebste Grüße,
    Laura von http://www.beautysire.de

    1. Meine liebe Laura,

      vielen Dank für deinen lieben Kommentar und tatsächlich ist die Ferne nicht so toll. Ich bin so froh, dass man immer wieder auf positive Reaktionen stößt, wenn man über solche Themen redet. Leider ist es im privaten Umfeld oft schwierig, genau in solchen Punkten Gehör oder Verständnis zu finden. Oft erhofft man sich, und da schließe ich mich ein, dass es seinem Gegenüber gut geht und er glücklich ist. Schlimm ist es dann, wenn Zweifel an diesem Glücklichsein aufkommen und man keine Hilfe leisten kann.

      Wahrscheinlich ist es deshalb so schwer mit seinen Lieben über das Unglücklichsein zu sprechen, weil sich keiner frei machen kann, dass das eigene Glück nichts mit anderen zu tun hat.
      Man glaubt ja einfach immer noch beim Gegenüber für Glück oder Unglück verantwortlich zu sein.

      Hab einen schönen Rest-Sonntag und fühl dich gedrückt.
      Anni

  2. Liebe Anni,

    danke für diesen tollen Beitrag! Ich bin jetzt erst dazu gekommen, ihn zu lesen. Ich fühle mit dir – und ja, gedanklich beschäftige ich mich viel mit mir selbst, meinem Denken, Fühlen, Handeln. Un diesen Egoismus halte ich definitiv für gesund. Ich komme nicht immer zu einer Lösung, manchmal glaube ich, die richtigen Zutaten gefunden zu haben – aber dann fehlt evtl noch eine Prise Salz 😀 Was ich damit sagen möchte? Ich denke viel und bin mir bewusst, dass nur wir Selbst uns zu einem glücklichen und zufriedenen Leben verhelfen können. Das kann nicht unser Partner oder unsere Familie für uns tun und das ist auch nichts, was man abwälzen kann. Will Smith hatte dazu mal ein ganz tolles Video gemacht zum Thema persönliches Glück in Bezug auf seine Partnerschaft.
    Ich könnte noch so viel schreiben, aber dann schweife ich aus 🙂

    Also, ganz liebe Grüße
    P.S. Mag das Design des Artikels, Fotoanordnung etc. total!!!

    Doreen
    http://www.kuestengezwitscher.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.