Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt und eigentlich ist an 2019 nicht viel anders als an 2018.
Und doch ist ein Jahreswechsel für mich immer mit einem eigenartigen Gefühl in der Magengegend verbunden. Mal abgesehen davon, dass ich Silvester überhaupt nichts abgewinnen kann.

Das Leben ist eine Einbahnstraße - es gibt kein Zurück.
Das Leben ist eine Einbahnstraße – es gibt kein Zurück.

Dennoch: Kein Geburtstag kann solche Emotionen hervorbringen. Auch wenn der Wechsel in ein neues Jahr kein richtiges Ende ist, so sind es meine Gedanken an die vergangenen Monate und das Erlebte, die mit dem was man nicht mehr ändern kann, abschließen: Das Leben ist eine Einbahnstraße – es gibt kein Zurück.

2018 war ein Jahr voller Höhen und Tiefen. Voll Lachen und Tränen. Voller Veränderungen. Ich habe unzählige Erinnerungen gesammelt, auch wenn davon nicht alle rosarot sind.

Doch eigentlich sind meine Probleme wahre Luxusprobleme und ich bin dankbar für die Zeit, die ich habe.

Ich bin dankbar für ein 2018 mit vielen unvergesslich schönen Momenten, fernab vom alltäglichen Trott.

DAS GEFÄHRLICHE AM ALLTAG?

Die Zeit plätschert dahin und ich erwische mich oft dabei, dass ich meine freien Minuten mit ziemlich unwichtigen Dinge vergeude.

Der wohl wichtigste Meilenstein in 2018 war mein Masterabschluss und damit der Weg zurück ins Berufsleben. Nach knapp viereinhalb Jahren an der Universität, schien eine 40 Stunden Woche am Schreibtisch unmöglich für mich. Still sitzen? Nicht gerade einer meiner Stärken.

Die ersten Tage und Wochen im neuen alten Jahr fühlten sich wie immer etwas komisch an. Und ganz ohne, dass ich es bemerkt habe, bin ich angekommen. Angekommen im Alltag. 

Das Gefährliche am Alltag? Die Zeit plätschert dahin und ich erwische mich oft dabei, dass ich meine freien Minuten mit ziemlich unwichtigen Dinge vergeude.

Willkommen in der Welt der Erwachsenen

Im April entschied ich mich, schneller als erwartet – nämlich fünf Monate vor meinem eigentlich geplanten Abschluss, eine Vollzeitstelle anzunehmen. 

Es warteten turbulente Wochen und Monate auf mich. Neuer Job, Masterarbeit, Blog und Privatleben unter einen Hut bekommen, glich einer Mammutaufgabe. Das war es also das Erwachsenendasein.

Rückblickend war die Zeit weniger schlimm – vielmehr hat sie mir gezeigt, zu welchen Leistungen ich fähig bin.

Das Ende vom Studium war zugleich Halbzeit in 2018. Ich startete in die zweite Hälfte des Jahres mit meinem ersten Urlaub im neuen Job. Wir feierten meinen Studienabschluss in Marrakech und ich lernte wieder einmal mehr, wie sehr ich die Abwechslung brauche und genieße.

Ich konnte innerhalb kürzester Zeit meine Akkus aufladen. Bereits auf dem Rückflug freute ich mich auf die nächste Reise.

Nach einem ersten arbeitsintensiven Halbjahr, habe ich versucht freie Zeit vor allem damit zu verbringen neue Orte zu besuchen und meine Zeit so intensiv wie es nur möglich ist zu genießen.

Was ich zwar nicht erst in 2018 gelernt, aber bewusster gelebt habe: Die Zeit, die wir haben, ist so kostbar. Sie ist zu knapp, um sie sinnlos zu verschwenden.

Sobald der Alltag seinen lähmenden Schleier über mich legt, breche ich aus. Eine sofortige Erholung, die aber nicht lange anhält, gibt mir Sport – aber auch der kommt in den letzten Wochen viel zu kurz. Am besten bekämpfe ich den Alltag aber immer noch mit dem Reisen.

Immer in Gedanken an die nächste Reise!
Immer in Gedanken an die nächste Reise!

In 2018 habe ich so viele Orte besucht, wie noch nie zuvor. Dabei gehört das Verreisen schon immer zu meinem Leben. Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem ich nicht mindestens einmal meinen Koffer gepackt habe, um am Ende frisch und mit neuen Eindrücken und für mich viel wichtiger, neuem Wissen, nach Hause zurückgekehrt bin.

In der Vergangenheit habe ich einige einige der schönsten Städte Europas gesehen. Schon beim Besuch einiger dieser Hotspots wusste ich – ich komme wieder und ich sollte recht behalten.

Nach 1001 Nacht in Marokko, hat es mich in diesem Jahr zum dritten Mal nach Mallorca gezogen.
Auch Amsterdam, dass ich bereits 2015 in mein Herz geschlossen habe, haben wir in diesem Jahr noch einmal für einen Kurztrip besucht.

Über den Trip in eine weitere Hauptstadt, die ich nun länger als einen halben Tag genießen durfte, freute ich mich ganz besonders: Helsinki

Doch damit nicht genug – Kopenhagen und auch Lissabon, als zwei für mich ganz neue Destinationen, kann ich nun auf meiner Bucket List abhaken. 

Zeitkiller: Alltag

Trotz nie enden wollendem Sommer, stand die Weihnachtszeit und damit das Ende von 2018 plötzlich vor der Tür. Mir ist aufgefallen, dass Zeit immer dann besonders schnell vergeht, wenn der Alltag einkehrt.

Ich habe in unserem letzten Urlaub wieder gemerkt, dass sich die ersten Tage unverhältnismäßig lang angefühlt haben. Woran das liegt? Wir haben jeden Tag etwas Neues entdeckt und somit dem Alltag den Kampf angesagt.

Ich gebe dem Alltag keine Chance.

Erinnert ihr euch an eure Kindheit und daran dass jeder Tag gefühlt die 48 Stunden hatte, die wir uns heute so oft wünschen.

Das lag vor allem daran, dass wir jeden Tag Unbekanntes entdeckt haben und der Alltag somit gar keine Chance hatte.

Während meiner Studienzeit war Zeit nahezu unerschöpflich. Alltag war ein Fremdwort für mich.
Ich hatte nie großen Stress oder Druck. Aber ich hatte den Luxus mir meine Zeit frei nach Lust und Laune einzuteilen. Rumsitzen war noch nie mein Ding – mein Kalender war immer prall gefüllt. Ein Termin jagte den nächsten.

Doch mit dem Job änderte sich das schlagartig. Sport vor dem Frühstück. Kaffee in der Mittagspause. Freie Projekte, die mir Spaß machen. Arbeiten im Café. All das war plötzlich nicht mehr so einfach umsetzbar.

Ich musste einige Dinge von meiner täglichen To-do-Liste streichen und Abstriche machen, um Beruf, Studium und die wirklich wichtigen Beziehungen zu geliebten Menschen aufrecht erhalten zu können.

Ich versuche dennoch so viel Abwechslung wie möglich in meinen Alltag zu integrieren, um meine Zeit sinnvoll zu nutzen. Aber ich habe auch gelernt, dass es gerade die neuen und unbekannten Reize sind, die die Uhren ein bisschen langsamer ticken lassen. Und deshalb habe ich mich in 2018 (und weil ich den „Luxus“ mehr Me-Time als andere zu haben) dazu entschieden alleine zu verreisen.

Innere Grenzen überwinden!

Ich würde behaupten, dass ich in 2018 besonders Stolz auf meinen Solo-Trip nach Kopenhagen bin. Auch weil ich nach einer Ewigkeit endlich Dänemarks Hauptstadt und damit das Herz eines meiner liebsten Reiseziele gesehen habe.

Es war eine bewusste Entscheidung für mich und mein Wohlbefinden. Entgegen all meiner Ängste, bin ich dadurch nur gewachsen und habe an Stärke gewonnen.


Ende.

5 Replies to “Bye Bye 2018

  1. Tolle Bilder und ein schöner Rückblick! Und deinen solo-Trip finde ich auch ganz bewundernswert! Neben den Herausforderungen des Alltags, dem Masterabschluss und dem Vollzeitjob muss man aber auch anerkennen, was du mit deinem Blog/Instagram so täglich nebenbei leistest. So ein Artikel schreibt sich nicht in 5 min und auch ein gutes Foto macht man nicht mal ebenso. Ich weiß das selbst und wünsche dir für 2019 weiterhin ganz viel Kreativität, Freude, tolle Reisen und tolle Momente!

    Liebe Grüße

    Doreen
    http://www.kuestengezwitscher.de

    1. Meine liebe Doreen,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ich merke manchmal wie viel es ist und wie viel liegen bleibt, wenn man doch mal nur offline lebt. Tatsächlich ist das Bloggen mittlerweile mehr als ein Nebenjob, für den ich viel anderes aufgebe.
      Ich wünsche dir auch alles Liebe für das Jahr 2019, viel Kraft, viel Glück und viele unvergesslich schöne Momente.

      Liebste Grüße
      Anni

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