Urlaub heißt genießen. In Amsterdam habe ich deshalb richtig zugeschlagen und alles Kulinarische probiert, was mir in die Hände gefallen ist.
Als die größte Pommesliebhaberin aller Zeiten, habe ich aber vor allem Unmengen vom gelben Gold gegessen. Und jetzt will ich euch mit meinem Amsterdam Foodguide noch mehr Appetit auf die schöne Stadt machen.

Brot und Wein
Brot und Wein

Wer kennt’s? Im Urlaub angekommen, hat die Anreise einem die letzten Kräfte geraubt und der Magen schreit laut vor Hunger. Und mit hungrigen Frauen will sich bekanntlich niemand anlegen. 
Die erste Amtshandlung war es also einen leckeren Snack zu finden.

Die größte Herausforderung in fremden Städten ist es, die besten Food-Hotspots zu finden. Das liegt vor allem an tausenden Empfehlungen, unzähligen Restaurants und verschiedenen Geschmäckern.
Leider halten nicht alle Empfehlungen was sie versprechen.

Das Schlimmste: Satt, aber enttäuscht ein Lokal verlassen.

Schon so mancher Restaurant-Tipp hat sich als keine gute Idee rausgestellt und deshalb möchte ich euch an meiner kulinarischen Reise durch Amsterdam teilhaben lassen.

Pommes von Mannekenpis in Amsterdam
Pommes von Mannekenpis in Amsterdam

Mein Amsterdam Foodguide ist fettig und leider gar nicht figurschonend. Aber glaubt mir, jeder Bissen war es wert.

Es hat einiges an Zeit gedauert, bis ich so entspannt drauf los schlemmen konnte. Frühere Urlaube waren oft durch Verzicht oder Ausfallen ganzer Mahlzeiten geprägt, nur um ja kein Gramm zuzulegen.

Und auch heute sind die Tage an denen viel und nahezu ohne Sinn und Verstand gegessen wird, keine besonders guten Tage – zumindest nicht für mein Gewissen. Aber meine Beziehung zum Essen wird besser und ich genieße das was vor mir auf dem Teller liegt. 

Amsterdam: Kulinarische Highlights

Fangen wir mit den goldgelben Kartoffelstäbchen an. Die besten, größten und vor allem bezahlbarsten Pommes habe ich bei Mannekenpis gegessen. Die Hommage an die belgische Hauptstadt Brüssel und die Statue Mannekenpis liegt nahe –  denn Pommes kommen ursprünglich aus Belgien.

Eine große Portion reicht locker für zwei Personen. Ich diene als guter Maßstab: Ich möchte behaupten, dass ich, in meinem Umkreis, der Mensch mit dem größten Magen bin. Es dauert einiges an Zeit und Volumen, bis ich statt bin.

Dutch Breakfast im Heffer
Dutch Breakfast im Heffer

Das leckerste Frühstück hatte ich im Café Heffer. Ich wählte das Dutch Breakfast mit Toast, Ei, Bacon, Tomate und Käse. Das Frühstück war frisch und lecker, aber vor allem ausreichend genug und auch vom Preis-Leistung-Verhältnis unschlagbar.

Der Rezensionen wegen, machte ich einen Abstecher ins The Blushing. Ich habe den Besuch in diesem kleinen, süß-kitschigem Café mit dem Besuch im Moco Museum verbunden.

In meinem früheren Beitrag habe ich euch auf unseren Spaziergang durch Amsterdam mitgenommen und auch vom Moco erzählt.

Pochiertes Ei im The Blushing
Pochiertes Ei im The Blushing

Hier gab es pochierte Eier auf Brot und Milchkaffee. Leider waren die Portionen sehr übersichtlich.

Also beschloss ich meine Speise-Reise fortzusetzen.

Foodhallen Amsterdam
Foodhallen Amsterdam

Ich habe noch einen weiteren Hotspot für den ultimativen Amsterdam Foodguide für euch aufgedeckt: Die Foodhallen in De Hallen.

Eins vorab: Es ist eine Art Indoor-Streetfood-Market. Es gibt einen Haufen Foodtrucks und Garküchen und alle bieten lecker angerichtete Snacks an.

Ich verwende bewusst den Wortlaut Snacks, denn die Gerichte sind vom Charakter eher Fingerfood. Die Preise sind teilweise stark übertrieben. 
Es hat aber trotzdem viel Spaß gemacht das bunte Treiben, die vielen leckeren Speisen und Gerüche auf sich wirken zu lassen. Meine Tacos waren super, aber natürlich viel zu klein.

Tacos vom Foodtruck
Tacos vom Foodtruck

Kleine Leckereien

In Amsterdam gab es sehr heiße, frittiere Bällchen als Snack zu meinem Bier. Was ich eigentlich wollte: Nüsse.

In Amsterdam fragte ich in einer Bar nach ein paar Snacks zu meinem Amstel. Zum Bier werden hier sogenannte Bitterballen gereicht.

Amstel solltet ihr probieren, wenn ihr auf ein leichtes, mildes Bier steht. 

Als mir der Kellner erklärte was er mir gleich bringen wird, war ich sehr skeptisch und sicher, dass ich das nicht probieren werde.
Ich gebe zu, ich habe sehr schlecht verstanden und wusste auch gar nicht was er da eigentlich servieren wollte.

Kurz darauf brachte er frittierte Bitterballen, mit Senf. Es schmeckte nach Kartoffelbrei in Panade. In Wahrheit waren es runde Fleischkroketten.
Ich habe also doch probiert und muss zugeben, dass es sehr lecker war.

Stroopwafel mit Toppings
Stroopwafel mit Toppings

Als Nachtisch solltet ihr auf jeden Fall eine frische Stroopwafel essen. Zwischen zwei hauchdünnen Waffelscheiben wartet warmes und zartschmelzendes Karamell auf eure Geschmacksknospen.

Wer will, toppt das Ganze mit Mini-Marshmallows oder Keksbröseln. Einfach himmlisch!

Zwischendurch konnte ich nicht widerstehen und musste gleich drei dieser riesigen Baiser-Stücke kaufen. Gefunden habe ich sie in einem kleinen Feinkostsupermarkt.
Neben Pistazie, die beste Wahl, habe ich auch Himbeere und Schokolade probiert.

Baiser mit Pistaziengeschmack
Baiser mit Pistaziengeschmack

Etwas, dass ebenfalls sehr beliebt in Amsterdam zu sein scheint, sind Churros. Das spanische Spritzgebäck habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Mit flüssiger weißer Schokolade on top, war es allerdings doch etwas zu viel für für mich. Süßer geht es nicht.

Die leckerste Wahl!

Einen besseren kulinarischen Abschluss in Amsterdam hätte es nicht geben können. Meinen letzten Abend habe ich im Jacketz verbracht. Hier gibt es lecker gefüllte Kartoffeln.

Knolle mit Chili con Carne
Knolle mit Chili con Carne

Für den kleinen Hunger kann man auch eine halbe Knolle wählen. Ich habe mich für die große 500-Gramm Knolle entschieden. Füllen kann man sie mit warmen oder kalten Zutaten. Es gibt sie mit oder ohne Fleisch, mit extra Käse oder Soße – oder eben mit allem was die bunte Speisekarte zu bieten hat.

Lampe im Jacketz
Lampe im Jacketz

Weil der Laden super schick und wirklich gemütlich war und auch, weil das Essen einfach unfassbar gut geschmeckt hat, kann ich jedem nur empfehlen einen Abstecher ins Jacketz zu machen. In meinem Amsterdam Foodguide nimmt das Jacketz mit großem Vorsprung den ersten Platz ein.

Da Amsterdam gerade an den Wochenenden wahnsinnig überlaufen ist und die meisten von Freitag bis Sonntag in die Hauptstadt reisen, dürfte es schwer werden einen Platz in dem übersichtlichen Lokal zu ergattern. Aber versucht auf jeden Fall euer Glück, man kann auch reservieren.

Ich freue mich auf mein Essen im Jacketz
Ich freue mich auf mein Essen im Jacketz

Ich kann es fast immer noch nicht glauben, aber mein Amsterdam-Urlaub war der erste Urlaub ohne Eis.

Wer also Tipps für Eis hat, dann rein damit in die Kommentare und erweitert so den Amsterdam Foodguide.

Das meiste Geld gebe ich im Urlaub eindeutig für Essen und Getränke aus. Da kommt einiges zusammen, auch deshalb habe ich in Amsterdam mal schnell was auf die Faust gegessen.
Wem geht es ähnlich wie mir?

Guten Appetit,
Eure Anni.

6 Replies to “Amsterdam Foodguide

  1. Liebe Anni, ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und glaube, dass war jetzt gar nicht so gut. Mit jeder Zeile mehr wurde mein Appetit immer größer und mir ist das Wasser im Mund zusammen gelaufen. Der Blick in meine Kühlschrank brachte die Ernüchterung, keine Pommes drin und auch sonst nichts was nur annähernd an Deine Vorschläge rankommt. Dank Dir bin ich für den nächsten Besuch in Amsterdam kulinarisch gerüstet.
    Liebe Grüße Deine Mutt

    1. Hallo Mutt,

      das doofe bei Städtereisen mit dem Schiff ist leider, dass man wenig bis kaum eine Chance hat sich kulinarisch auszuprobieren. Obwohl natürlich ginge das, aber dann nur mit dem Risiko, dass die Klamotten am Ende der Reise nicht mehr passen.
      In Amsterdam gibt es viel Leckeres, das stimmt wohl. Ich bin gespannt, ob ihr noch einmal hinfahrt und was dann bei euch auf den Teller kommt.

      Hab einen schönen Abend,
      Deine Anni

  2. Moin Anni,

    erst einmal bin ich beruhigt, dass Du scheinbar genauso „verfressen“ bist wie ich 😉 Ich bin nämlich mit einer Mini-Portion auch nicht satt zu bekommen. Insofern finde ich auch super, dass Du erwähnst, wie groß die Portionen waren. Ich hasse es, hungrig ein Lokal zu verlassen.
    Deine Tipps hören sich alle verdammt lecker an! Und es sieht auch alles super gut aus.
    Jetzt habe ich echt Hunger und muss mal was in mich reinstopfen 😉

    Viele liebe Grüße,

    Tabea
    von tabsstyle.com

    1. Meine liebe Tabea,

      du glaubst gar nicht wie viel Nahrung in meinen kleinen Körper passt – es ist teilweise erschreckend. Ich muss aber dabei gewaltig aufpassen nicht aufzugehen wie ein kleiner Hefekloß.
      😀

      Hab einen schönen Abend und viele Grüße
      Anni

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